Der Umweltengel: Sinnbild des guten Gewissens für Biedermann, Deckmäntelchen des Guten für Hersteller von Waren aller Art.
Eigentlich sollten wir uns doch freuen, wenn uns dieser hübsche, weiße Aufkleber mit dem Engel verkaufsfördernd entgegen lacht. Aber halt, schauen wir doch mal genauer hin.
"Umweltfreundlich - weil abfallmindernd" "Umweltfreundlich - weil aerosolfrei" "Umweltfreundlich - weil lärmarm"
Das ganze lässt sich beliebig fortsetzen. Was ist daran umweltfreundlich die Welt mit schlechtem Deutsch zu belasten? Gar nichts! Selbst beim Pissen ist man nicht vor diesem Anblick sicher, seit es fast überall in öffentlichen Toiletten Handtuchspender mit Stoffhandtüchern gibt, die abgerollt, aufgerollt gewaschen und erneut verwendet werden.
Mag sein, dass das tatsächlich umweltfreundlich ist, aber noch besser wäre es, wenn man nach erledigtem Geschäft nicht mit Wut im Bauch, sondern erleichtert das Klo verlassen könnte. Vielleicht wird es ja besser, wenn in Zukunft nicht mehr die personifizierte Spaßbremse Jürgen Trittin, sondern der dicke aus dem Harz seinen Kopf für den "blauen Engel" hinhalten muss, der ist immerhin Deutschlehrer (was auch immer man sonst von ihm halten mag)